Filmstudenten

  • Drehbericht "MICK"

    Lea Nöhring-Ullmann und Svenja Lange mit ihrer Apt. 210 Productions verfilmen den Familien-Kurzfilm „MICK“ in Frankfurt.

  • Drehtag 4

    Steigerungsfähig...

    Die Vorzeichen waren gar nicht günstig für diesen vierten Drehtag der Filmstudenten der m-hmk. Der Regisseur hatte sich die bisher komplizierteste Auflösung von allen einfallen lassen und wollte fast doppelt so viele Einstellungen an einem Tag unterbringen, wie der bisherige Durchschnitt.

    Tonaufnahme

    Tonprobleme, einmal mehr. Der Regie-Professor beim Hörtest. Woher nur stammt das lästige Rauschen, das den ganzen Ton überlagert?

    Seinen Lösungsvorschlag, bereits um 5 Uhr morgens am Set zu erscheinen, lehnten die Anderen aus dem Team rundweg ab. Abgesehen davon hätte es ohnehin erst ab 7:30 Strom gegeben, um Licht zu setzen. Auch die Professoren stehen dem gewünschten Aufwand skeptisch gegenüber.

     

    Enger Zeitplan

    Gleich zu Beginn des Drehtages um 7:30 verteilt der Regisseur einen Szenen- und Zeitplan an das ganze Team in dem die gewünschten Einstellungen und der ungefähre Zeitpunkt ihrer Umsetzung festgehalten sind. Wie mit den Professoren abgestimmt, wird er zunächst alle Einstellungen abdrehen, die zwingend nötig sind, um die Szene erzählen zu können und erst danach die Einstellungen, die seiner Meinung nach die Auflösung bereichern würden.

    Eine weitere Strategie, um die vielen Einstellungen zu schaffen- es wird mit zwei Kameras gleichzeitig gedreht,- eine besondere Herausforderung für Ausstattung und das Licht, schließlich soll es aus zwei verschiedenen, im 45 Grad Winkel versetzten Perspektiven gut aussehen.

    Besonders erschwerend sind mehrere Umschaltvorgänge,- der Drehstrom ist bei einem im Nachbarhaus drehenden TV- Filmteam ausgeliehen. Mehrmals müssen alle Scheinwerfer ausgeschaltet, die Leitungen neu gelegt, die Leistung genau durchgerechnet werden.

    Überprüfung des Bildausschnitts

    Die Kamerafrau überprüft den Bildausschnitt einer der beiden Kameras

    Die Idee mit den zwei HVX 200 gleichzeitig zu drehen, erweist sich als sehr zeitsparend, allerdings muss der Kameramann der zweiten Kamera gleichzeitig auch noch als Oberbeleuchter fungieren, wodurch er eindeutig überbelastet ist. Aber was soll man machen, wenn das Team zu klein ist?

     

    Eingespielt

    Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Departments läuft am vierten Tag noch etwas runder, besonders die Kamera und Regie sind gut vorbereitet. Verbesserungswürdig ist das Handling der Filmklappe. Da der Ton nicht direkt auf die Videokamera, sondern auf einen getrennten Flash-Rekorder (Tascam) aufgezeichnet wird, muss sie geschlagen werden, um den Ton später im Schnitt synchron anlegen zu können.

    Allerdings dauert es immer eine kleine Ewigkeit, bis der Klappen-Schläger aus dem Bild gelaufen, und seine Schritte nicht mehr zu hören sind. Da vergehen gerne auch mal 7-10 Sekunden, ehe die Regie "Bitte" sagen kann. Kostbare Zeit, die, wenn man auf Film drehen würde, richtig teuer wäre.

     

    Tonprobleme

    Außenlicht

    Das Licht der 2,5 KWs welches die Zimmerszene von Außen beleuchtet, wird über einen Frostrahmen gesoftet

    Einmal mehr gibt es Schwierigkeiten mit dem Ton. Da in zwei Räumen gleichzeitig der Ton geangelt werden muss, wird ein Mikrofon per Kabel, das andere Mikrofon per Funkstrecke mit dem Flash-Rekorder verbunden. Leider erzeugt die drahtlose Verbindung ein Rauschen, der auch das saubere Tonsignal was über Kabel kommt, verschlechtert.

    Auch ist die Anpassung der Pegel von Funkempfänger und Mischereingang sehr schwierig. Entweder der Mischer kriegt ein zu schwaches oder ein zu starkes Signal. Die Dämpfungsstufen passen einfach nicht zusammen. Erst als der Sender gegen ein Kabel ausgetauscht wird, verschwindet das lästige Rauschen.

     

    Schauspielführung

    Auch die Arbeit mit den Schauspielern geht flüssig und konzentriert voran. Die Vorgespräche und gründliche Vorbereitung der Regie zeigen Erfolg und es werden über weite Strecken die richtigen Hinweise und Stichworte gegeben.

    Vielleicht könnte man mit den Schauspielern noch mehr an den Möglichkeiten des körperlichen Ausdrucks arbeiten, doch im Großen und Ganzen sind die Ergebnisse absolut stimmig und die Schauspieler fühlen sich sehr gut aufgehoben. Alle spüren,- eine Regie, die weiß, was sie will, kann gezielt und entschlossen arbeiten.

     

    Zeitzonen

    Regie

    So sieht das Licht der 2,5 KW Daylight dann Innen aus.- Regie und Hauptdarsteller bei der Arbeit

    Als einer der beiden Hauptdarsteller aus terminlichen Gründen gehen muss, hängt noch eine der "Extra-Einstellungen" über, in welcher nur der andere Schauspieler vorkommt. Auch wenn es schon längst dunkel ist, vermitteln die HMIs das wohlige Gefühl von Tagesstimmung. Man kann sich vorstellen, weshalb Lichttherapie so positive Wirkungen auf den Menschen hat- die (künstliche) Sonne scheint einfach länger...

    Schienen verlegen, eine Fluoreszenz- Two Bank als Führungslicht, von der anderen Seite ein Reflektor, der das HMI-Lichtwas durch das Fenster scheint, als Aufhellung nutzt und fertig ist der Aufbau. Gedreht wird eine kurze Zufahrt auf das Gesicht des Darstellers, ein "Push In", genau in dem Moment wo er sich in Richtung Kamera umdreht und schaut.

    Ein paar Takes später ist der ersehnte Drehschluss. Gegen 20 Uhr findet die abendliche Schlussbesprechung statt und alle sind sich sicher- das war bisher der beste Tag. Alle wichtigen Einstellungen und die Extras wurden geschafft und das bei guten Ergebnissen. Alle spüren intuitiv, sie können weitaus mehr schaffen, wenn das Set gut organisiert ist und die Vorbereitung stimmt.

    Auch am Wochenende wird gearbeitet, Aufräumarbeiten vom Dreh und- Gespräche über Regie und Auflösung mit den Professoren am Sonntagnachmittag. Denn schon am Montag um 7:30 geht es weiter. Die nächste Drehwoche kann spannend werden- Außendreh auf einem Bahnhof.

  • Drehworkshop 17/2

    Ein Seminar am Original-Filmset, das bedeutet lange Tage, viel Arbeit und jede Menge Erfahrungen

  • Drehworkshop 2017

    Filmstudenten, Profi Schauspieler, Filmequipment und eine leerstehende Wohnung,- Zutaten zweier spannender Drehwochen

  • Filmschoolfest 2017

    KinosaalVom 20. bis 25. November 2017 findet das 37. FILMSCHOOLFEST MUNICH unter dem diesjährigen Motto „Watch Me If You Can” statt.

  • Filmschulen

    Foyer der HFF München

    Foyer der HFF in München

    Die Filmhochschulen in Deutschland sind sich vermutlich dessen bewusst, dass gestalterisches Talent nicht zwingend mit dem Erreichen des Abiturs verbunden ist. Dennoch verlangen die Aufnahmerichtlinien aufgrund der Hochschul-Rahmengesetze die Allgemeine Hochschulreife als Voraussetzung.

     

    Die Aufnahmeverfahren bemühen sich zwar, die Talente und Persönlichkeit jedes Bewerbers zu berücksichtigen, doch eine größere Zahl von Talenten fällt durch das Aufnahme-Raster. Abgesehen davon gibt es nun mal nur begrenzte Studienplätze. Auf der anderen Seite gibt es in Deutschland eine große Zahl an Möglichkeiten, Film zu studieren, die man sich allerdings genau anschauen sollte.

     

    Nicht überall, wo Film drauf steht, ist auch Film drin. Es gibt auch Studiengänge, die nur teilweise filmaffine Fächer anbieten und die auch kreativitätsferne Fächer wie BWL oder Bewerbungstraining im Lehrplan stehen haben. Andere Studiengänge haben eigentlich eher Stärken in grafischen, akustischen, virtuellen oder sonstigen benachbarten Bereichen und bieten trotzdem Filmstudiengänge an. Auch hier sollte man genauer hinschauen. Auf dieser Seite finden Sie deutsche Filmhochschulen. Wenn Sie sich für internationale Filmhochschulen interessieren, finden Sie hier einen Überblick über die Filmhochschulen und Filmschulen in Europa oder über Filmhochschulen und Filmschulen weltweit.

     

    Filmschulen in Deutschland

    Staatliche Filmhochschulen

     

    Potsdam Babelsberg, Hochschule für Film und Fernsehen, Konrad Wolf

    Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
    Marlene-Dietrich-Allee 11
    14482 Potsdam
    T: +49 (0)331.6202-0
    F: +49 (0)331.6202-199
    E-Mail: info@filmuniversitaet.de

     

    Berlin, Deutsche Film- und Fernsehakademie

    Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH
    Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin

     

    Hamburg, Media School

    HMS Hamburg Media School GmbH (gemeinnützig)
    Geschäftsführerin: Prof. Dr. Insa Sjurts
    Anschrift: Finkenau 35, 22081 Hamburg
    Telefon:+ 49 (0) 40-413 468 - 0
    E-Mail: info(at)hamburgmediaschool.com

     

    Ludwigsburg, Filmakademie Baden-Württemberg

    Filmakademie Baden-Württemberg
    Akademiehof 10
    71638 LudwigsProfessor Dr. burg

     

    München, Hochschule für Fernsehen und Film

    Bettina Reitz - Präsidentin -
    Hochschule für Fernsehen und Film München
    Bernd-Eichinger-Platz 1
    80333 München

    Fon +49 89 68957-0
    Fax +49 89 68957-9900
    E-Mail info@hff-muc.de


    Köln, Kunsthochschule für Medien

    Kunsthochschule für Medien Köln    
    Peter-Welter-Platz 2
    D-50676 Köln
    Tel.: +49 (0)221 - 20189 - 0
    Fax: +49 (0)221 - 20189 - 17

     

    Fachhochschule Dortmund, FB Design

    Fachhochschule Dortmund
    Sonnenstraße 96
    44139 Dortmund

    Tel. +49 (0231) 9112-0
    Fax +49 (0231) 9112-313

     

    Staatlich anerkannte, private Filmhochschulen

    Studentendreh

    Dreharbeiten zu "Patience and Grace" von Filmstudenten beim Münchner Filmstudiengang der Macromedia

    Macromedia - Fachhochschule der Medien

    MHMK, Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation
    Sandstraße 9
    80335 München

    Telefon: 089-5441510

     

    The German Film School

    Babelsberg Film School GmbH
    Lindenstraße 20-25
    10969 Berlin
    Info@babelsbergfilmschool.de
    Fon: 030 — 399 266 103
    Fax: 030 — 399 266 295

     

    MEDIADESIGN Hochschule

    MD.H München
    Claudius-Keller-Straße 7
    81669 München
    Tel. 089 450605-0
    info-muc@mediadesign.de

     

    MD.H Berlin
    Franklinstr. 28
    10587 Berlin
    Tel. 030 399266-0
    info-ber@mediadesign.de

     

    MD.H Düsseldorf
    Werdener Straße 4
    40227 Düsseldorf
    Tel. 0211 179393-0
    info-dus@mediadesign.de

     

    Private Akademien und Schulen

     

    Lazi-Akademie

    The European School of Film & Design 

    Schlösslesweg 48-50
    73732, Esslingen a.N. |
    (Mo-Fr, 08:30 - 18:00 Uhr)

    +49 (0)711 937838 0
    information@lazi-akademie.de 

     

    Internationale Filmschule Köln

    »Glückauf-Haus«
    Werderstraße 1
    50672 Köln

    T +49 (0) 221 920188-0
    F +49 (0) 221 920188-99
    info@filmschule.de

     

    Werbe- und Medien-Akademie Marquardt (WAM)

     WAM Die Medienakademie Koestel & Co. KG

    Bornstraße 241 - 243
    44145 Dortmund

    Fon: 0231 - 861 00 80
    Fax: 0231 - 861 00 818

    e-mail: info(at)wam.de

     

    Film & Television School Europe

    National Film and Television School
    Beaconsfield Studios
    Station Road
    Beaconsfield
    Bucks HP9 1LG

    Fax: 01494 674042
    Email: info@nfts.co.uk

     

    Merz-Akademie Stuttgart

    Merz Akademie
    Hochschule für Gestaltung,
    Kunst und Medien, Stuttgart
    Teckstraße 58
    70190 Stuttgart

    Telefon: +49-711-26866-0
    Telefax: +49-711-26866-21
    info@merz-akademie.de

     

    Institut für Schauspiel Film- und Fernsehberufe

    SFF an der VHS Berlin Mitte
    Linienstraße 162
    10115 Berlin

    Telefon: +49 (0) 30-9018 374 43
    Fax: +49 (0) 30-9018 374 86
    Email: info@isff-berlin.eu

     

    Kölner Filmhaus e.V.

    Filmhaus Köln gGmbH
    Maybachstraße 111
    50670 Köln 
    Tel. 0221 / 222 710 - 0 
     

    Drehbuchschule Wolfgang Pfeiffer

    Pfeiffer Film
    Dunckerstrasse 13
    D-10437 Berlin
    info@pfeiffer-film.de
    Tel:  +49 (0) 30 - 81 79 81 26
    Fax: +49 (0) 30 - 81 79 81 28

     

    Kaskeline Filmakademie

    Kaskeline Filmakademie
    Aufgang III
    Pfuelstr. 5
    10997 Berlin
    Fon: +49 - (0)30 - 510 589 89
    Fax: +49 - (0)30 - 510 589 90
    info@kaskeline-filmakademie.de

     

    Schule für unabhängigen Film

    Schule für unabhängigen Film e.V.
    c /o Arnd-Tibor Koch
    Waldschmidtstr. 34
    60316 Frankfurt am Main / BRD
    Tel: 069 20023600

     

    Sonstige Schulen (Medientechnische Studiengänge)

     

    Fachhochschule Offenburg
    (Studiengang Medien- und Informationswesen)

    Hochschule für Technik, Wirtschaft und Medien Offenburg
    Badstraße 2477652 Offenburg
    Te¬le¬fon: (0781) 205-0
    Te¬le¬fax: (0781) 205-214
    E-Mail: info@hs-offenburg.de

    Hochschule für Technik, Wirtschaft und Medien Offenburg
    Badstraße 24

    77652 Offenburg

    Telefon: (0781) 205-0
    Telefax: (0781) 205-214

    E-Mail: info@hs-offenburg.de

    Hochschule für Technik, Wirtschaft und Medien Offenburg
    Badstraße 24

    77652 Offenburg

    Telefon: (0781) 205-0
    Telefax: (0781) 205-214

    E-Mail: info@hs-offenburg.de

    Hochschule für Technik, Wirtschaft und Medien Offenburg
    Badstraße 24

    77652 Offenburg

    Telefon: (0781) 205-0
    Telefax: (0781) 205-214

    E-Mail: info@hs-offenburg.de

    Hochschule für Technik, Wirtschaft und Medien Offenburg
    Badstraße 24

    77652 Offenburg

    Telefon: (0781) 205-0
    Telefax: (0781) 205-214

    E-Mail: info@hs-offenburg.de

    Hochschule für Technik, Wirtschaft und Medien Offenburg
    Badstraße 24

    77652 Offenburg

    Telefon: (0781) 205-0
    Telefax: (0781) 205-214

    E-Mail: info@hs-offenburg.de

    Technische Fachhochschule Berlin

    Beuth Hochschule für Technik Berlin
    Luxemburger Straße 10
    13353 Berlin
    Telefon (030) 4504-0
    Telefax (030) 4504-5555

    Hochschule der Medien Stuttgart

    Hochschule der Medien
    Nobelstraße 10
    70569 Stuttgart

    Telefon: 0711 8923 10 (Zentrale)
    Telefax: 0711 8923 11

     

    filmArche Berlin

    filmArche e.V.
    Schlesische Straße 26
    10997 Berlin

    Telefon: +49 (0) 30 616 26 911
    Telefax: +49 (0) 30 364 61 780

    E-Mail: info@filmarche.de

     

      Weitere Kapitel zum Thema:  
       

    Filmschulen Europa

     

    Filmschulen Weltweit

     

    Filmschulen Argentinien

     

    Bewerbung HFF München
     

    Bewerbung m-hmk

     

    Drehseminar m-hmk

     

    Stop Motion Workshop

     

     

  • FSFM Eröffnet

    Das internationale Festival der Filmhochschulen in München ist eröffnet und begrüßt wieder zahlreiche Filmemacher-innen aus der ganzen Welt

  • HFF Jubiläumsparty

    Das war sicher ganz anders geplant... Pünktlich kurz vor Beginn der großen Party verdunkelte sich der Himmel, ein lautes Gewitter begann und Monsunartiger Regen setzte ein.

  • Kolloquium HFF

    Der Traum vom Studium

    Sehr viele haben bisher den Traum von einem HFF-Studium geträumt, ohne dass er in Erfüllung ging. Auch ich musste bereits im vergangenen Jahr die Enttäuschung einer Absage hinnehmen und auf einen zweiten Versuch warten. Nach langem Hin und Her, ob denn die erneuten Mühen überhaupt sinnvoll sind, habe ich jedoch beschlossen, nicht locker zu lassen und mich ein zweites Mal für den Studiengang "Produktion" an der HFF zu bewerben. Natürlich wusste ich, dass auch diesmal viel Arbeit auf mich zukommen würde und die Chancen für eine erfolgreiche Bewerbung nicht gerade vielversprechend sind. Dennoch blieb ich konsequent und sei es auch nur, um später sagen zu können, ich hätte alles in meiner Macht stehende versucht. Ich begann also erneut mit der Lösung der gestellten Aufgaben.

    Bewerbung

    Nach beinahe einem Monat intensiver Arbeit, einem zähen Ringen um jede "Schreibmaschinenzeile" und einem endlosen Verwerfen von Filmstoffideen war nun endlich das große Werk, das über meine Zukunft entscheiden sollte, fertig. Sprichwörtlich in der letzten Minute der Eingangsfrist habe ich höchst persönlich das Sekretariat der HFF betreten, um desillusioniert mit anzusehen, wie meine Mappe, als eine unter vielen, auf einen riesigen Stapel geschmissen wurde. In der Hoffnung, diese blaue Mappe nicht so bald wieder zusehen (oder am besten nie wieder) begann nun vom 31. März 2003 an das große Warten. Fortwährenden Fragen von Außenstehenden, wie lange es denn noch dauern könnte, begegnete ich inzwischen mit abgeklärter Routine und stets gleicher Antwort, dass vor dem Juli sowieso nichts zu erwarten sei.

     

    In Wahrheit zählte ich jedoch jeden Tag und malte mir abenteuerliche Storys aus, wie wohl meine Bewerbung angekommen sei. Um meine angespannten Nerven ein wenig zu beruhigen, begann ich bereits im Mai mit der Vorbereitung auf ein mögliches Kolloquium. Da ich jedoch nicht genau wusste, wie so eine Vorbereitung aussehen könnte, beschränkten sich meine Aktivitäten ausschließlich auf das aktuelle Geschehen, d. h. so viel wie möglich Filme sehen und täglich den Medienteil der großen Tageszeitungen studieren.

     

    Einladung zum Kolloquium

    Früher als erwartet und als erste Abteilung der HFF überhaupt, hat die Leitung für den Studiengang "Produktion" die Zusagen und Absagen versendet. Als ein Brief der Hochschule in meinem Briefkasten lag, bekam ich lediglich ein kleinlautes "Oh Gott" heraus. Hektisch riss ich den Umschlag auf und siehe da, ich war nach eingehender Prüfung der Bewerbung "zum weiteren Teil der Eignungsprüfung eingeladen". Da die Zusagen recht früh verschickt wurden, hatte ich bis zum Kolloquium sogar noch einen knappen Monat Zeit.

     

    Noch am gleichen Tag brachte ich meine Teilnahmebestätigung zur HFF, schließlich sollte es ja an solchen Banalitäten nicht scheitern. Als die erste Freude verflogen war, begann sich bei mir jedoch Ratlosigkeit breit zu machen. Was kann ich jetzt noch tun? Engagiert begann ich mir einen Plan zu machen, was denn ein guter HFF-Student an Wissen mitbringen sollte. Filmgeschichte, Kenntnisse aktueller Branchennews, wichtige Kontaktadressen und Ansprechpartner, ein breites Repertoire wichtiger Namen von Regisseuren und Schauspielern etc., einen Überblick über aktuelle Neuerscheinungen, praktisches Know-how usw.

     

    Je mehr Zeit verstrich, desto mehr machte ich mir über mögliche Detailfragen der Kommission Sorgen, die mich möglicherweise in eine ernste Bredouille bringen könnten. Trotz der Beschwichtigungen zahlreicher Freunde und Studenten, die bereits an der Filmhochschule studieren, war ich mir sicher, dass mich ein gnadenloses Kreuzverhör erwarten würde.

     

    Der große Tag

    Bewerbung

    Bereits beim Aufwachen lag mein Puls weit über normal. Trotz wenig Schlaf war ich früh auf den Beinen. Unnötiger Zeitdruck war an diesem Tag das letzte, was ich hätte gebrauchen können. Obwohl mein Kolloquiumstermin für 14.30 Uhr angesetzt war, betrat ich die Filmhochschule bereits eine Stunde früher. Dies erwies sich als die richtige Entscheidung,  da vor dem Kolloquiumsraum zwei Produktionsstudenten platziert wurden, die den Eingeladenen ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben sollten.

     

    So viel Entgegenkommen hatte ich bis dahin von der HFF nicht erwartet. Auf diese Weise verblasste inmitten des lockeren Gesprächs jegliche Anspannung und das Gefühl einer Prüfungssituation. Leider gewann ich in dieser Stunde auf dem Gang auch den Eindruck, dass die Prüfungskommission ebenso locker mit der Situation umgeht. Ständig erschien eine aufgeregte Sekretärin, die unbedingt eine Unterschrift einholen wollte.

     

    Im Nebenraum läuteten Handys, dessen Klingeltöne die HFF-Studenten bereits den Professoren zuordnen konnten. Ich hatte nach und nach das Gefühl, als wäre das Kolloquium nur eine Nebensächlichkeit im laufenden Betrieb. Spätestens hier wurde mir dann wirklich bewusst, dass ich die Vorbereitung viel zu ernst genommen habe.

     

    Das Gespräch

    Bewerbung

    Meine bildlichen Vorstellungen von einem Kreuzverhör entsprachen zunächst überhaupt nicht der tatsächlichen Sitzordnung. Statt einer gegenüberliegenden Platzierung waren die Tische zu einem Viereck zusammengestellt. An drei Seiten nahmen die Professoren der einzelnen Abteilungen Platz, die vierte Seite war für den hoffnungsvollen Anwärter reserviert. Die Leitung des Gesprächs übernahm Prof. Manfred Heid, Leiter des Studiengangs Produktion. Mit von der Partie waren darüber hinaus weitere vier Professoren und Dozenten der verschiedenen Abteilungen, sowie zwei Beisitzer.

     

    Entgegen meiner Kreuzverhörhypothese begann Prof. Heid mit einer kurzen Vorrede, statt gleich Schlag auf Schlag in das Gespräch einzusteigen. Doch auch im weiteren Verlauf überraschten mich die Fragen nur durch ihre Vorhersehbarkeit. So wurde ich u. a. nach meiner Motivation für diesen Studiengang befragt, wie ich mich auf die Ausarbeitung der schriftlichen Fragen vorbereitet habe, was ich für Filme produzieren würde, was ich tun würde, wenn mich die HFF nicht nimmt, für wen ich denn eigentlich Filme produzieren möchte usw. All die spezifischen Detailfragen, die mir im Vorfeld so großes Kopfzerbrechen bereiteten, blieben aus. Als einziger Stolperstein erwies sich im Nachhinein der Leiter der Spielfilmabteilung. Dieser war meinem Filmstoff gegenüber skeptisch, den er als zu intellektuell einstufte und dessen Erfolg er ernsthaft bezweifelte. Auch meine prompte und ausschweifende Rechtfertigung konnte ihn im Endeffekt nicht wirklich überzeugen.

     

    Trotz allem vergingen die 20 Minuten Kolloquium recht schnell, Prof. Heid nickte mir häufig zustimmend zu und ich verließ die lockere Gesprächsrunde mit einem guten Gefühl. Doch nur wenig später drängten sich mir Zweifel auf. Haben die Professoren in so kurzer Zeit einen richtigen Eindruck von mir gewonnen? Vor allem die Debatte um den intellektuellen Gehalt meines Filmstoffes hatte nach meiner Meinung einen zu großen Stellenwert im Gespräch, so dass ich letztlich im Licht eines publikumsfremden Produzenten stand. Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr Aspekte glaubte ich nun zu entdecken, die gegen mich ausgelegt werden könnten. Hätte, wäre, könnte... Am Ende hatte ich überhaupt keine Meinung mehr. Es begann wieder die Zeit des Wartens.

     

    Die Entscheidung

    Zu meiner Überraschung wurde mir bereits während des Gesprächs mitgeteilt, dass die Entscheidung über den Ausgang des Kolloquiums zwei Tage später telefonisch mitgeteilt wird. 48 Stunden und doch eine Ewigkeit, in der ich das Kolloquium mehrmals vor meinem geistigen Auge neu erlebte und gleichzeitig alle erdenklichen Vor- und Nachteile, alle möglichen Szenarien durchspielte. Am besagten Tag fasste ich mir schließlich ein Herz und wählte die angegebene Nummer. Es meldete sich die Sekretärin, ich nannte meinen Namen, sie wiederholte ihn und sagte trocken: "Sie sind leider nicht genommen! Wiedersehen."

     

    Mit einer Sekunde war ich nicht nur aus der Leitung geworfen worden, sondern auch aus dem Studiengang, meinen Träumen und allen anderen erdenklichen Szenarien. Von nun an hatte ich also mit einer Entscheidung zu leben, dessen Gründe nur vage nachvollziehbar waren und keine Begründung folgen ließen. Auch die schriftliche Absage einige Tage später ergab nicht viel mehr Aufschluss über Auswahlkriterien und Gründe der Ablehnung. Selbst bei einem Gespräch mit der Studienberatung wurde mir nur erläutert, dass ich "unter dem Durchschnitt" lag.

     

    Was sich aber hinter dem Begriff "Durchschnitt" verbirgt, wenn man ausschließlich Fragen zur eigenen Persönlichkeit gestellt bekommt, konnte mir nicht so recht beantwortet werden. Letzten Endes zeigt dies aber auch, dass sich die HFF durchaus der subjektiven Dominanz der Entscheidungen bewusst ist. Wie will man auch charakterliche Eigenschaften objektivieren? Dieser Trost kam für mich aber zu spät. Statt dessen durfte ich wenig später meine Bewerbungsmappe wieder in Empfang nehmen, die ich doch eigentlich nicht so schnell wieder sehen wollte.

     

    Bedenken und Ratschläge

    An der HFF angenommen

    Im Grunde genommen ist die Ungewissheit vor dem Kolloquium und die Kürze der gesamten Prozedur die Hauptgefahr bei der Bewerbung. Ohne zu wissen, was einen erwartet, muss sich jeder Bewerber anhand der gestellten Fragen schnell gegenüber der Konkurrenz etablieren und sich ins rechte Licht rücken. Nicht immer fließen daher sachliche Komponenten in die Entscheidung ein. Studenten der HFF sprechen, wenn man die Zusammensetzung der einzelnen Jahrgänge beobachtet, sogar von festgelegten Präferenzen der Professoren im Vorfeld des Auswahlverfahrens. D. h., mal werden eher jüngere unerfahrene Bewerber genommen, im nächsten Jahr wiederum ältere mit Berufserfahrung. Trotz dieser Unsicherheit kann ich dennoch jedem Bewerber einige Tipps geben, die man beim Kolloquium beherzigen sollte.

     

    Zunächst sollte man das Kolloquium auf keinen Fall mit einer Prüfungssituation verwechseln. Es geht weder um Faktenwissen, noch um zu lösende Aufgaben. Diese Prüfung erfolgte ja bereits mit der schriftlichen Bewerbung. Das Gespräch dreht sich vordergründig um den Anwärter, um beurteilen zu können, ob er in die Schule, zu den Kommilitonen bzw. zu den Professoren passt. Schließlich müssen die Dozenten ja vier Jahre tagtäglich mit den Studenten auskommen. Aus diesen Gründen ist es auch nicht ratsam, während des Kolloquiums aggressiv zu antworten. Wie bereits erwähnt, zählen vor allem Sympathiewerte. Daher sollte man die Kommission nicht als Prüfungsinstanz, sondern als Gesprächspartner auffassen. Bei all der Entspanntheit darf jedoch nicht die eigene unbedingte Motivation vergessen werden, die den unbändigen Willen, an der HFF studieren zu wollen, demonstriert.

     

    Ferner sollte man sich bei dem Auswahlgespräch genau überlegen, was man sagt, ohne jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Zum einen ist es sehr bedenklich, wenn man lange Denkpausen einlegt, bevor eine Antwort formuliert wird. Dies stärkt nicht gerade den Eindruck der Authentizität. Zum anderen darf man sich nicht durch unüberlegte Wortwahl und Thesen um Kopf und Kragen reden. Wer Thesen von sich gibt, die er bei Nachfrage nicht begründen kann, stärkt ebenso nicht gerade ein authentisches Bild von sich. Daher ist es vielleicht ratsam, sich im Vorfeld zu einigen Grundfragen gute und kreative Gedanken zu machen, wie z. B. weshalb man an der HFF studieren möchte. Den Rest besorgen gute Rhetorikfähigkeiten, die eigene Persönlichkeit, Selbstüberzeugung und Glück.

     

    In jedem Fall sollte man sich im Vorfeld noch einmal die eigene Bewerbung gut durchlesen. Auf diese Weise kann man besser erkennen, worauf die einzelnen Fragen der Professoren abzielen. Außerdem können im Gespräch jederzeit auch weiterführende Aspekte zu den schriftlichen Ausarbeitungen thematisiert werden. Wer sich dann an die gelösten Aufgabenthemen nicht genau erinnert, hat vergleichsweise schlechte Karten.

     

    Wie gesagt: Die Vorbereitung auf ein Kolloquium ist nur eine vage Komponente und entscheidet nur selten über Erfolg oder Misserfolg. Dazu spielen bei der Auswahl des erlesenen HFF-Kreises unvorhersehbare Einflussfaktoren wie Sympathiewerte, die richtigen Fragen, die allgemeine Stimmung und Glück eine zu große Rolle. Aufgrund dieser subjektiven Entscheidungen der Prüfungskommission sind daher ein sicheres Auftreten, starke Persönlichkeit und Schlagfertigkeit das oberste Gebot.

     

    Auch wenn man alle Ratschläge beherzigt und mit sicherem Gefühl aus dem Gespräch herausgeht, ja, selbst, wenn man angenommen wird, sollte man nie vergessen, dass die Aufnahmeverfahren stets einen gewissen Lotteriefaktor in sich tragen. Der sollte auch die eingeschriebenen Studenten davon abhalten, sich auf den Lorbeeren einer erfolgreichen Aufnahme auszuruhen. Strengt Euch bloß an, Leute, die spätere Branchenrealität ist das eigentliche Kolloquium, und da sind schon ziemlich viele begabungsfreie Absolventen durchgefallen.

     

  • Workshop 2013

    Mit Filmstudierenden on location drehen gehen, gehört zu den erfolgreichsten Lehrinhalten überhaupt. Wie läuft so etwas ab?