Gates am Flughafen

Viele Akkus schaffen es nicht einmal bis zu den Gates...

 

Die Meldungen über brennende Handy und explodierende Kleingeräte sind seltener geworden, fast scheint es, als habe die Industrie die Probleme, die es anfänglich mit Lithium-Ion Akkus gab, in den Griff gekriegt.
Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Die Technik ist nach wie vor komplex, und die Sensoren, welche den Ladegeräten den Zustand der Akkus melden, können auch kaputt gehen. Außerdem bergen die modernen Akkus so viel Energie in sich, dass ein Kurzschluss durchaus Feuer verursachen kann.

 

Kurzum, vor allem die Fluggesellschaften haben Lithium Ionen Akkus auf dem Radar. Das hat für Drehs im Ausland für die man eigenes Equipment mitführt, erhebliche Konsequenzen. Während wir es hierzulande gewähnt sind, für einen professionellen Dreh zu jedem Gerät drei, vier Akkus mitzuführen, um einen Drehtag zu überstehen, werden wir spätestens bei der Sicherheitskontrolle am Airport ausgebremst.

 

Flugzeugkabine

Ins innere der Kabine dürfen Akkus nur mit Einschränkungen

 

Und wer meint, er könne sich all dem entziehen, indem er die Akkus einfach im Koffer mitführt, der kann sich schon mal seelisch darauf einstellen, dass die Akkus ähnlich wie teures Parfüm im Handgepäck vom Zoll ordnungsgemäß entsorgt wird.

 

Die Sicherheitsbestimmungen der IATA betrachten die niedlichen kleinen Akkus, die unseren Kameras und Rekordern Durchhaltevermögen verleihen, nämlich als Gefahrengut. Und davon darf man nur sehr kleine Mengen mitführen. Mit Amateurkameras werden Sie keine Schwierigkeiten bekommen, die Akkus haben vermutlich eine viel zu kleine Leistung um als gefährlich eingestuft zu werden. Nur zur Orientierung: Ein großer NP 1 Akku mit 4,8 Ah, also deutlich mehr als ein DSLR oder Handycam Akku hat ca. 71 Wh.

 

Grundsätzlich gilt für alle Akkus, die man transportiert: Die Kontakte sollten isoliert werden, um Kurzschlüsse zu verhindern, neben Isolierband helfen hier auch Plastiktüten zum einpacken.

 

Ohne besondere Genehmigung

Kleine Akkus bis 100 Wh dürfen, wenn sie sich im Gerät befinden oder gar fest verbaut sind, sowohl im Handgepäck als auch im Koffer mitgeführt werden und ihre Zahl beschränkt sich dadurch automatisch auf ein Stück.

 

Sind die gleichen Akkus bis 100Wh einzeln, so dürfen sie, u.U. auch mehrere, jedoch nur im Koffer, nicht im Handgepäck mitgenommen werden. Die genaue Menge ist nicht genau definiert,- den normalen privaten Bedarf soll die Menge nicht übersteigen.

 

Mit Genehmigung

Sind die Akkus größer, bis maximal 160 Wh, und sind fest im Gerät, so kann man ein Stück mit Erlaubnis der Fluglinie sowohl im Koffer als auch im Handgepäck mitführen.
Vorsicht Gefahrengut
Akkus über 160 Wh müssen nach besonderen Sicherheitsvorschriften und Anmeldung als Gefahrengut transportiert werden.

 

All das kann von etwas bürokratischer veranlagten Beamten auch abgelehnt werden, manchmal hilft es, wenn man die zugehörige Herstellerbestätigung mitführt, dass das Gerät den IATA Vorschriften genügt.

 

Am Besten, Sie sprechen rechtzeitig vor dem Flug mit Ihrer Fluggesellschaft, damit es beim Abflug keine bösen Überraschungen gibt.